Gewindesteigung
Die Gewindesteigung ist der axiale Abstand zweier benachbarter Gewindegänge; bei metrischen Gewinden wird sie in Millimeter pro Umdrehung angegeben.
Die Gewindesteigung P beschreibt, wie weit sich eine Schraube bei einer Umdrehung axial bewegt. Bei einem metrischen M8-Regelgewinde beträgt P = 1,25 mm; bei M10 beträgt P = 1,50 mm.
Für den Kernlochdurchmesser ist die Steigung die entscheidende zweite Größe neben dem Nenndurchmesser. Beim metrischen Schneidgewinde gilt als praxisnahe Faustformel:
Kernloch = Nenndurchmesser D - Gewindesteigung P
Darum haben M8 und M8x1 nicht dasselbe Kernloch: gleicher Nenndurchmesser, andere Steigung. Der aktuelle MetallTools-Draft deckt nur metrische ISO-Regelgewinde M3 bis M24 ab. Feingewinde, UNC/UNF und Rohrgewinde dürfen erst ergänzt werden, wenn ihre Steigungen und Bohrerwerte als Datenmodul belegt sind.
Die konkrete Berechnung für Regelgewinde liefert der Gewinde-Kernloch-Rechner. Den Zusammenhang zwischen Steigung, D1 und Bohrerwert erklärt der Ratgeber Kernlochdurchmesser für Gewinde richtig wählen.
Quellen
DIN 13-1:1999-11 — Metrisches ISO-Gewinde allgemeiner Anwendung, Nennmaße für Regelgewinde
ISO 68-1 — Metrisches ISO-Gewinde allgemeiner Anwendung, Grundprofil