K-Faktor

Der K-Faktor beschreibt die Lage der neutralen Faser im Blech; CAD-K-Faktor und DIN-6935-k nutzen unterschiedliche Bezugshöhen.

Der K-Faktor beschreibt, wo die neutrale Faser innerhalb der Blechdicke liegt. Diese Lage bestimmt die Biegezugabe und damit die gestreckte Länge eines Kantteils.

Wichtig ist die Schreibweise. In CAD-Systemen gilt meist:

neutrale Faser = r + K_CAD x s

DIN 6935 nutzt die halbe Blechdicke:

neutrale Faser = r + k_DIN x s / 2

Darum gilt:

K_CAD = k_DIN / 2

Ein DIN-6935-k-Wert von 0,8 entspricht also einem CAD-K-Faktor von 0,4. Wer 0,8 direkt als CAD-K-Faktor einträgt, verschiebt die neutrale Faser zu weit nach aussen.

Der Blechabwicklungsrechner für 90 Grad leitet den CAD-K-Faktor aus r/s ab und zeigt den DIN-Wert als Vergleich an. Andere Winkel sind dort im aktuellen Quellenstand nicht freigegeben. Der Ratgeber Blechabwicklung und K-Faktor richtig anwenden erklärt die Umrechnung und die Grenzen der Rechnung.

Die Tabelle K-Faktor nach Biegeradius dokumentiert die geprüften Stützwerte. Ein eigener K-Faktor ist nur dann belastbar, wenn er mit Material, Werkzeug und Maschine eingemessen wurde.

Die FAQ Was ist der K-Faktor beim Blechabkanten? erklärt den Begriff im direkten Abkant-Kontext. Die FAQ K-Faktor: Warum weicht CAD vom DIN-Wert ab? trennt CAD-K-Faktor und DIN-6935-k-Wert.

Einordnung

  • Data M Sheet Metal Solutions GmbH: „COPRA RF 2011 / COPRA CADFinder / COPRA SpreadSheet 2011”, Benutzerhandbuch, Abschnitt „Berechnung nach DIN Norm 6935” — Herstellerdokumentation, nicht frei abrufbar.

DIN 6935 und die Beiblätter wurden nicht im Volltext eingesehen oder nachgedruckt. Die Umrechnung K_CAD = k_DIN / 2 ist eine Konvention der CAD-Herstellerdokumentation, kein Normwert.

Quellen