Passungsart
Die Passungsart beschreibt, ob aus den Grenzmassen von Bohrung und Welle eine Spielpassung, Übergangspassung oder Presspassung entsteht.
Die Passungsart ist das Ergebnis aus zwei Toleranzfeldern. Sie steht nicht allein im Buchstaben H, g oder k und auch nicht allein im IT-Grad.
Bei einer Spielpassung bleibt die Welle rechnerisch immer kleiner als die Bohrung. Das belegte Beispiel Ø40 H7/g6 hat 0,009 mm Mindestspiel und 0,050 mm Höchstspiel.
Bei einer Presspassung ist die Welle rechnerisch immer größer als die Bohrung. Dann entsteht kein Spiel, sondern Übermaß.
Bei einer Übergangspassung sind beide Fälle möglich. Je nach Istmaß entsteht Spiel oder Übermaß. Das belegte Beispiel Ø25 H7/k6 hat größtes Übermaß 0,015 mm und größtes Spiel 0,019 mm.
Der Passungsrechner leitet die Passungsart aus Mindest- und Höchstmaßen ab. Wegen der aktuellen Engine-Grenze wird sie im Rechner als Hinweistext ausgegeben, nicht als eigenes Text-Ergebnisfeld. Die Herleitung steht im Ratgeber ISO-286-Toleranzfelder und Passungen verstehen.
Die FAQ Was bedeutet H7/g6 bei einer Passung? zeigt die Spielpassung an einem belegten Zahlenbeispiel. Die FAQ Wann brauche ich eine Spiel-, Übergangs- oder Presspassung? ordnet die drei Passungsarten nach Funktion ein.
Quellen
ISO 286-1:2010 + Cor 1:2013 — ISO-Codesystem für Toleranzen von Längenmaßen, Teil 1
ISO 286-2:2010 + Cor 1:2013 — Tabellen der Grundtoleranzgrade und Grenzabmaße, Teil 2